In 100 Tagen ist EU-Wahl und gestern haben wir gemeinsam mit Fridays for Future und der ÖH mit einer großen Aktion gezeigt, wie wichtig es ist für unsere Zukunft zu wählen und mitzureden! Von zahlreichen Schulen aus ganz Wien sind Schüler*innen vors Parlament gezogen und haben dort im Rahmen der Aktion symbolisch gewählt. Die vielen anwesenden Kinder und Jugendlichen sind von Zukunftsfragen und Klimapolitik am meisten betroffen, aber größtenteils noch nicht wahlberechtigt. Dass sie ihren Stimmzettel in die Urne warfen, sollte als gelebte politische Bildung zeigen, dass sie bereit sind, eine aktive Rolle im Superwahljahr zu übernehmen!
Die Aktion zeigte, wie wichtig politische Bildung für das Wahlverhalten junger Menschen ist. Schon bei den Europawahlen 2019 war die Wahlbeteiligung unter jungen Menschen besonders hoch gewesen – begleitet von den Schulstreiks der Klimabewegung. Studien belegten: Je mehr Demokratiebildung in der Schule stattfand, desto größer war das Interesse junger Menschen an Wahlen. Familie und Schule waren dabei zentrale Einflussfaktoren.
Lehrpersonen nahmen eine Schlüsselrolle ein: Sie standen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und konnten jungen Menschen die Bedeutung ihrer Stimme näherbringen. Im „streikenden Klassenzimmer“ erlebten Schüler*innen, dass Demokratie lebendig war und sie selbst Teil der Lösung sein konnten.
Mit einem Stimmzettel in der Hand versammelten sich Schüler*innen – von der Volksschule bis zu Erstwählerinnen – symbolisch, um ihre Stimme vorm Parlament zu nutzen. Die Schule hat immerhin laut neuem Lehrplan den Auftrag, junge Menschen zu befähigen, aktiv an gesellschaftlichen Zukunftsfragen wie dem Klimaschutz mitzuwirken.
Im Rahmen der Aktion wurde ein interaktives Bildungsprogramm geboten: Fridays for Future, Teachers for Future und die Bundes-ÖH erklärten auf der Bühne die Bedeutung von Wahlen und Bildung für die Zukunft unserer Demokratien und Lebensgrundlagen. Auch Schüler*innen brachten ihre Perspektiven in einem Question-and-answer-Programm ein.
Die Botschaft war klar: Junge Menschen mussten bei der Wahl des Europäischen Parlaments im Mittelpunkt stehen. Dafür brauchte es mehr demokratiepolitische Bildung und echte Beteiligung. Denn nur mit wehrhaften Demokratien und konsequentem Klimaschutz kann ihre Zukunft gesichert werden!







